Jod

    

Funktion

• Jod trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei
• Jod trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
• Jod trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
• Jod trägt zur Erhaltung normaler Haut bei
• Jod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei

* Die Angabe darf nur für Lebensmittel verwendet werden, die die Mindestanforderungen an eine Jodquelle gemäß der im Anhang der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 aufgeführten Angabe [NAME DES VITAMINS/DER VITAMINE] UND/ODER [NAME DES MINERALSTOFFS/DER MINERALSTOFFE]-QUELLE erfüllen.

Gefahr von Mangelzuständen

// Ernährung mit Nahrungsmitteln aus jodarmen Anbaugebieten (Inland und Gebirge)
// Schwangerschaft und Stillzeit
// Strumafördernde Anteile in der Nahrung (Maniok, Hirse, Süßkartoffeln, bestimmte Bohnensorten) und industrielle Umweltgifte (Resorcin, Phthalsäure)

Folgen von Mangelzuständen

// Beim Foetus: erhöhte Fehlgeburtenrate, Todgeburten und kongenitale Defekte (geistige Behinderung, Taubheit, Spastik)
// Säuglingsalter: erhöhte Säuglingssterblichkeit, psychomotorische und mentale Behinderungen, Hypothyreose
// Kindheit: Struma, Hypothyreose, Beeinträchtigung der mentalen Funktionen und des körperlichen Wachstums
// Erwachsenenalter: Struma, Hypothyreose, beeinträchtigte mentale Funktion
// Zu den Symptomen der Hypothyreose gehören Gewichtszunahme, Ödeme, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, niedriger Puls, niedriger Blutdruck, Haarausfall und trockene Haut.

Jod - reiche Nahrungsmittel

Nahrungsmittel µg
Krustentiere, Scholle, Seelachs 100g 200-250
Garnele, Kabeljau 100g 120-130
Makrele, Thunfisch, Hering, Heilbutt 100g 50-75
Jodiertes Speisesalz 1g 15-25

Weitere Hinweise

Einnahmeempfehlung

Kelp (Meeresalge) oder Kaliumjodid

Zu oder zwischen den Mahlzeiten

Toxizität

Die Einnahme von Jod im Bereich von 100-500 µg/Tag ist eigentlich nicht toxisch. Bei Menschen, die zu Akne neigen, kommt es gelegentlich zu einer Verschlimmerung der Akne, hohe Dosen (bis zu 1 g/Tag) werden von den meisten gesunden Erwachsenen gut vertragen.

Allerdings kann eine sehr hohe tägliche Jod-Zufuhr (> 2 g/Tag) die Thyroxin-Produktion stören. Zudem besteht bei Menschen mit schon lange andauerndem Jod-Mangel und Struma die Gefahr, durch eine plötzliche Erhöhung der Jod-Aufnahme eine Schilddrüsenüberfunktion und selten eine Thyreotoxikose auszulösen.