Ernährung in der Schwangerschaft

Ernährung in der Schwangerschaft

Eine Frau hat zu keinem anderen Zeitpunkt in ihrem Leben einen höheren Nährstoffbedarf, als während ihrer Schwangerschaft. Daher ist die bestmögliche Ernährung eine zwingende Voraussetzung für das Wachstum des Fötus.

Der Nährstoffbedarf während der Schwangerschaft

Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren EPS (Eicosapentaensäure) und DHS (Docosahexaensäure) sind wichtige Bausteine für den Aufbau des Gehirns und der Augen des sich entwickelnden Babys. 

Vitamine
Der tägliche Bedarf an Vitamin D ist während der Schwangerschaft mehr als doppelt so hoch als sonst. Schwangere Frauen sollten darauf achten, mehr Nahrungsmittel zu essen, die reich an Vitamin D sind und sich regelmäßig im Freien aufzuhalten, da Sonnenlicht die Bildung von Vitamin D in der Haut fördert.

Der Vitamin-E-Bedarf steigt ebenfalls, besonders in den letzten acht bis zehn Wochen der Schwangerschaft, in denen das Baby wichtige Fettreserven anlegt. 

Eine Schwangerschaft treibt den Bedarf an allen B-Vitaminen regelrecht in die Höhe. Der Körper braucht jetzt etwa 50 % mehr Thiamin, Riboflavin, Niacin und Vitamin B12 als vor der Schwangerschaft, und der Bedarf an Vitamin B6, Folsäure und Vitamin C verdoppelt sich sogar. Weil der Fötus die Vitamin-B6-Reserven der Mutter geradezu "auslaugt", kann es bei vielen schwangeren Frauen zu Anzeichen eines Vitamin-B6-Mangels kommen. 

Auch sinkt bei den meisten Frauen der Folsäurespiegel während der Schwangerschaft um etwa ein Drittel. Um das Wachstum des Fötus unterstützen zu können, ohne dabei Raubbau an den eigenen Reserven zu treiben, brauchen werdende Mütter mehr als doppelt so viel Folsäure wie Frauen, die nicht schwanger sind. 

Mineralien und Spurenelemente
Es werden während einer Schwangerschaft insgesamt 30 bis 40 g Calcium an den Fötus weitergegeben. Um diesen großen Bedarf abdecken zu können, verdoppelt der Körper der Mutter für die Dauer der Schwangerschaft seine Aufnahmefähigkeit für Calcium.

Der Eisenbedarf ist während der Schwangerschaft doppelt so hoch wie sonst. Er wird bei etwa 30 mg pro Tag angesetzt. Soviel Eisen ist selbst aus der ausgewogensten Ernährung nur sehr schwer zu beziehen. Daher sind tägliche Eisensupplemente zur Verhütung von Mangelerscheinungen sinnvoll. Ergänzend sollten Nahrungsmitteln eingenommen werden, die die Eisenaufnahme verbessern (Fisch und Fleisch, Vitamin-C-reiches Obst und Gemüse). 

Während der Schwangerschaft sollte eine Magnesiumzufuhr von etwa 600 mg pro Tag beibehalten werden. Viele schwangere Frauen kommen aber nicht zu solchen Mengen. Ausdruck eines Mangelzustandes können nächtliche Wadenkrämpfe als Folge einer Übererregbarkeit der Muskeln sein. 

Eine ungenügende Versorgung mit Zink kann zu Mangelerscheinungen führen. Der Zinkbedarf steigt während der Schwangerschaft um etwa 50%, und die Ernährung vieler Frauen kann diesen erhöhten Bedarf nicht abdecken. 

Vitamin- und Mineralsupplemente in der Schwangerschaft

Nährstoffsupplemente während der Schwangerschaft können eine ausgewogene, gesunde Ernährung nicht ersetzen. Andererseits kann eine ausgewogene Nahrung allein nicht garantieren, dass alle Bedürfnisse der Schwangeren vollumfänglich abgedeckt sind. Der Schlüssel zur Ernährungsergänzung während der Schwangerschaft heißt Ausgewogenheit. 

Die Nährstoffempfehlung

Nährstoff Kommentar Produkt
Alle essentielle Vitamine, Mineralien und Spurenelemente Eine Frau hat zu keinem anderen Zeitpunkt in ihrem Leben einen höheren Mikronährstoffbedarf, als während ihrer Schwangerschaft.
Calcium Der Bedarf an Calcium ist während der Schwangerschaft doppelt so hoch, wie vorher.
Vitamin B6 und Magnesium Übelkeit ist bei schwangeren Frauen verbreitet, besonders in der ersten Schwangerschaftshälfte. Es kann nützlich sein, kleinere, häufigere Mahlzeiten zu essen. Wenn diese Veränderungen nichts nützen, spricht die zusätzliche Einnahme von Vitamin B6 und Magnesium bei Übelkeit oft gut an. Ausdruck eines Magnesium-Mangelzustandes können nächtliche Wadenkrämpfe als Folge einer Übererregbarkeit der Muskeln sein.